Literatur in Nordend startet mit „Ich bin ein Magnet für alle Verrückten“ ins neue Jahr.
Einen ganz außergewöhnlichen Abend erlebten die Gäste bei der Lesung von „Ich bin ein Magnet für alle Verrückten“ von Peter von Becker. Im ausverkauften Gemeindesaal begeisterte der ehemalige Feuilleton-Chef des Tagesspiegel weniger mit der Lesung, als mehr mit einem lebendigen Vortrag über Einsteins Leben und die einzigartige Geschichte wie die Tagebuchaufzeichnungen der Johanna Fantova den Weg in die Öffentlichkeit fanden.
Die ehemalige Lebensgefährtin Einsteins hat über mehrere Jahre hinweg die Telefonate und Gespräche mit Albert Einstein bis zu seinem Tod 1955 protokolliert. Entdeckt wurden sie erst 2004 in der Bibliothek der Universität Princeton. Da sie aber auf deutsch verfasst sind, konnte damals niemand so recht etwas damit anfangen. Von Becker hat diese Papiere im vergangenen Jahr mit einer geschichtlichen Einsortierung in dem Buch „Ich bin ein Magnet für alle Verrückten“ veröffentlicht.
Ein interessantes Werk, dass auch die politische Haltung Einsteins wiedergibt, der einst vor den Nazis floh und in Amerika in der McCarthy-Ära ebenfalls in Ungnade fiel. Seine Analyse und Einschätzung der politische Lage ist derzeit aktueller den je.
Die anwesenden Interessierten hörten begeistert fast zwei Stunden den Einblicken in Einsteins Leben zu.



