Adventskalender 2020

Auf dieser Seite dokumentieren wir die Texte zu den Bildern unseres Adventskalenders am Glockenturm. Aus urheberrechtlichen Gründen können wir hier nicht alle Bilder veröffentlichen, daher ermuntern wir Sie: Kommen Sie zu uns in den Kirchgarten und erleben Sie die Bilder in “Echt” am Glockenturm.

Der Adventskalender ist die Epihaniaszeit hindurch weiterhin am Glockenturm zu sehen, bis zum 5. Februar 2021!

24. Dezember: Geburt Christi Bergaltar Annaberg

Mittelschrein, Altar der Bergknappschaft Annenkirche zu Annaberg /Sachsen, 1521
© Constantin Beyer, Weimar

Das Fest der Geburt von Jesus Christus
Im 15. und 16. Jahrhundert wurde auf dem großen Mittelschrein der Flügelaltäre häufig die Geburt des Jesuskindes dargestellt. Gemalte Tafeln, auch kunstvoll gestaltete Figuren mit Gold- und Farbfassungen zeigen das freudige Ereignis in der Krippe. So ist in dem prächtig geschnitzten Altar in Annaberg der ärmliche Stall der Weihnachtsgeschichte, wie er zum Beispiel auf dem Altar in der Thomaskirche ruinös dargestellt ist (Bild vom Tag 1!), in einen goldglänzenden Tempel in zeitgenössischer Renaissancearchitektur verwandelt worden.
Maria und Josef schauen liebevoll auf das Wunder dieser Nacht. Umgeben ist das Jesuskind von emsigen kleinen Engeln, den Putten, die mit ihren Kapuzenmäntelchen an die Tracht der Bergleute erinnern. Sie sind dem Kinde besonders nahe. Zahlreiche Engelchen haben sich oben im Gewölbe versammelt und musizieren voller Hingabe auf ihren Instrumenten. Ochs und Esel samt ihrer Krippe sind die einzigen, die auf diesem festlichen Altarbild noch mit einem Stall zu tun haben. Der eine schaut misstrauisch in seine Krippe, der andere blickt verwundert nach oben zu den Engeln. Die Hirten kommen hinten nach der Verkündigung gerade vom Feld herein.
Noch heute berührt uns diese eindrucksvolle und lebendige Darstellung der Geburt Christi und lässt uns das Geheimnis der Weihnacht erahnen.

23. Dezember: Losung am 23.12.2020

Ich liege und schlafe und erwache, denn der Herr hält mich.

Psalm 3, Vers 4

Die Losung der Herrnhuter Brüdergemeine ist ein nach dem Losprinzip gezogener Bibelspruch aus dem Alten Testament für den jeweiligen Tag. Solch ein Vers soll den Leser den Tag hindurch geleiten.
Der für heute ausgewählte Vers aus dem 3. Psalm gibt uns in diesen bedrohlichen Wochen Halt und Zuversicht. Der Psalmbeter weiß: Gott, der Herr, trägt mich, Tag und Nacht. Möge auch in uns das Vertrauen des Psalmbeters wahr werden!

Übrigens, wussten Sie schon?

  • Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine gibt es nun schon seit 290 Jahren!
  • Bei über einer Million Menschen weltweit liegen die Losungen täglich auf dem Frühstückstisch, erscheinen auf dem Smartphone und sind oft die erste E-Mail-Nachricht des Tages.
  • Durch die Herrnhuter Mission haben sich die Losungen ab 1732 in Windeseile über die Welt verbreitet. Heute werden die Losungen in über 60 Sprachen herausgegeben.

22. Dezember: Weihnachtsbehang in Nordend

Batik von Susanne Dölker, *1934, 280 x 200 cm, 1960

Auftragsarbeit für die Evangelische Kirchengemeinde, Berlin-Nordend.
Dieser Behang über dem Altar im kleinen Gemeindesaal begleitet die zum Gottesdienst versammelte Gemeinde seit nunmehr sechs Jahrzehnten in der Weihnachtszeit. Die einzelnen Ereignisse aus den Weihnachtsevangelien sind eindrucksvoll dargestellt.
Etwas kurios kniet der Ochse mit seinen vorderen Hufen, aber dies soll wohl die andächtige Gebetshaltung des Tieres zeigen. Damit steht die Künstlerin in der Tradition der mittelalterlichen Krippenbilder: Schon auf dem Pauli- Altar von 1500 sind Ochs und Esel mit eingeknickten Vorderfüßen zu sehen (Erklärung zum Tag 1).
Ältere Gemeindeglieder berichten, dass in der ersten Fassung auch der Kindermord von Bethlehem dargestellt war. Dieser soll aber dann auf Wunsch der Gemeinde in der Batik übermalt worden sein. Der Wunsch nach der heilen Welt zu Weihnachten ist menschlich und gewiss verständlich!

21. Dezember: Konzertchor Niederschönhausen

Konzert am 9. 6. 2018 in der Hoffnungskirche Berlin-Pankow
Dieses eindrucksvolle Bild vom Konzert, soll für zwei Aspekte stehen: Zum einen soll es uns die Bedeutung vermitteln, die gerade die Chormusik in der Advents- und Weihnachtszeit hat. In diesen schwierigen Wochen wird uns besonders bewusst, wie uns die Aufführung der Oratorien fehlt! Ohne Weihnachtsoratorium – das auch fest zum Repertoire des Konzertchores gehört – ist Advent eigentlich gar nicht denkbar!
Zum anderen steht das Bild für die Verbundenheit von Nordend mit der benachbarten Gemeinde der Friedenskirche, in der der Chor seit 1972 beheimatet ist. Mit seinen 105 Sängerinnen und Sängern ist er – seit 2011 unter der künstlerischen Leitung von Babette Neumann – eine für das
Pankower Kulturleben (und weit darüber hinaus) sehr gewichtige Größe.
In Nordend dürfen wir uns schon jetzt auf den August 2021 freuen: Da wird der Konzertchor hier in unserem Jugendstil-Kirchsaal singen! Und vorher wird der Chor unsere Kirchwiese als Ort für Freiluft-Proben nutzen.

20. Dezember: Adventsleuchter

Albin Preissler: Seiffener Kunsthandwerk, seit 1919 Familienbesitz, ca. 1937

Vierter Advent: Und die vierte Kerze brennt!
Der Hersteller dieses traditionellen Leuchters aus Seiffen schreibt selbst:
Unser Adventsleuchter ist nicht nur in ganz Deutschland, sondern in vielen Ländern der Welt bekannt. Traditionell in typisch roter “Adventsfarbe” oder naturbelassen, mit vier stehenden oder sitzenden Engeln bestückt, schmückt er in der Weihnachtszeit den festlich gedeckten Tisch.
Ein alter Brauch in der Vorweihnachtszeit ist es, an jedem Adventswochenende eine weitere Kerze auf dem Leuchter erstrahlen zu lassen.

Wenn dieser Leuchter im Laufe der Jahrzehnte auch seine vier Engel rings um die rote Kugel eingebüßt hat, so gehört er doch mit seinen vier Kerzen fest zur Familientradition. Wichtig ist, dass er den Adventskranz aufnimmt, der ja oft auch solo mit vier Kerzen aufgehangen wird. Ursprünglich hatte der Adventskranz 24 Kerzen, die im Jahr 1839 der Hamburger Erzieher und Theologe Johann Heinrich Wichern in seinem Hamburger Waisenhaus einführte, um seinen Heimkindern die Zeit bis Weihnachten symbolisch mit 24 Kerzen vor Augen zu führen. Später konzentrierte man sich auf vier Kerzen für die vier Adventssonntage, wie es bis heute der Brauch in vielen Familien und Kirchengemeinden ist.

19. Dezember: Festlich geschmückter
Weihnachtsbaum

Nun hat es ein Baum vom Foto am 9. Tag inzwischen aus dem Wald bis in die heimische Wohnstube geschafft. Jede Familie hat ihre eigene Tradition beim Schmücken ihres Baums
entwickelt. Dieser Baum ist mit 12 echten Kerzen bestückt, hier sogar mit den großen Haushaltskerzen, mit Kerzenhaltern aus langen Drahtstäben, die direkt in den Stamm gebohrt sind, sonst würden die Kerzen nicht sicher stehen.
Seit eh und je werden hier Kerzen angezündet, auch in den Jahren, wo Kleinkinder um den Baum herumwuselten: Es ist immer gut gegangen!
Beim Schmuck wird Wert darauf gelegt, dass er aus Naturmaterial hergestellt ist: Strohsterne, Engel aus Stroh, rote Holzherzen, und was sonst noch die Natur so bietet. Bedauerlich ist, dass in diesem Jahr das gegenseitige Bestaunen der Weihnachtsbäume in den Familien stark eingeschränkt ist, aber der Aufwand mit dem festlichen Schmücken des Baums gehört einfach zur
guten Tradition!
Wir wünschen auch Ihnen eine festliche Weihnachtsstube!

18. Dezember: Geburt Christi Glasfenster im Lutherhaus Pradelstraße

Buntbleiverglasung Glaskünstler, Paul Gerhard Heinersdorff 1930

Mit diesem Bild von der weihnachtlichen Krippe sind wir nun in unserer gemeindlichen Nachbarschaft unterwegs: in der mit uns eng verbundenen Martin-Luther-Gemeinde in der Pradelstraße.
So wie in Nordend der Glockenturm das Logo bildet, so sind es im Lutherhaus die drei nebeneinanderliegenden Glasfenster. Die Fenster entstanden im Jahr 1930 und bringen (links beginnend) die Geburt, Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi auf eindrucksvolle Weise zur
Darstellung. Die Fenster wurden von dem Berliner Glaskünstler Paul Gerhardt Heinersdorff im Jahr 1930 gestaltet.
(Text unter Verwendung der Broschüre “Die Kirchen im Evangelischen Kirchenkreis Berlin-Nord-Ost” von Hans-Joachim Beeskow)

17. Dezember: Waisenjunge in Tansania
im Huruma-Zentrum – Heim für Straßenkinder –

Alljährlich zum ersten Advent eröffnen die kirchlichen Hilfswerke ihre großen Spendenaktionen. So rückt in der Adventszeit der ferne Nächste in unseren Blickpunkt. Wir sollen über unseren eigenen Tellerrand hinaussehen und mit unserer Spende bei der Linderung der Not in der Welt helfen. Ohne unsere Hilfe für den Nächsten kann es keinen Advent geben!
Huruma – so der Name des Zentrums für Straßenkinder – heißt Barmherzigkeit.
Die Leiterin dieses Heims, Joice Ndangango, hat große Pläne: Sie möchte das Angebot des Zentrums zum Wohl der Kinder ausweiten. Sie schreibt:

„Immer mehr Familien in der Region Iringa werden durch HIV/AIDS zerstört; immer mehr Kinder müssen im Straßengraben übernachten, weil sie kein Zuhause mehr haben. Im Huruma-Zentrum finden sie eine Familie auf Zeit.“


Der Junge auf dem Foto schaut uns skeptisch an, aber in seinen Augen leuchtet auch Hoffnung auf. Bitte unterstützen Sie dieses Projekt des Berliner Missionswerks. Huruma heißt Barmherzigkeit!

Spendenkonto: Berliner Missionswerk
Evangelische Bank IBAN DE86 5206 0410 0003 9000 88
Kennwort: Projekt PK 7118
Online-Spenden unter www.berliner-missionswerk.de

16. Dezember: Bahne frei, Kartoffelbrei!

„Bahne frei, Kartoffelbrei“ … Das war unser Schlachtruf beim alljährlichen Rodeln in Kindertagen. Eigentlich gehören in unseren Breitengraden Advent und Winter zusammen. Und ein Winter ohne Schnee und ohne Schlittenfahren ist leider kein echter Winter!
In Nordend lag vor fünf Jahren das letzte Mal richtig Schnee (siehe Foto vom Tag 15!). Fünf Jahre ohne Schnee in Berlin, d.h. auch:
Ein diesjähriger Schulanfänger hat noch nie in echt hier genügend Schnee gesehen, und er hatte noch nie das Vergnügen, auf eigenen Kufen einen Berliner Schlittenhügel hinab zu sausen, wie man das vor Jahren noch im Brose-Park erleben konnte. Heute also einmal ein Blick
auf den Klimawandel, aus Kinderperspektive betrachtet!
Nichtsdestotrotz sollten wir uns von den fröhlichen Rodlern inspirieren lassen, uns in der Adventszeit – zumal in diesem Jahr – nicht gar zu sehr in der heimeligen Adventsstube einzuigeln, sondern als Ausgleich für Spekulatius und Schokolade kräftig an der frischen Luft auszuschreiten!
Unsere grüne Umgebung ringsum Nordend bietet genügend Auslauf und lohnende Ziele.
Also trotz allem, es gilt weiterhin unverdrossen:
„Bahne frei, Kartoffelbrei“!

15. Dezember: Glockenturm im Schnee

Ein Foto aus den guten alten Zeiten, als in Nordend noch Schnee lag! Ob mit oder ohne Schnee, das Bild zeigt uns, was für ein Idyll wir mit unserem Grundstück hier haben. Mit seiner Größe, seinem parkartigen Ambiente und dem freien Zugang für jedermann ist es schon etwas Besonderes in Nordend, wo ansonsten sich jedes Grundstück mit einem dichten Zaun abschirmt.
1908 wurde das Grundstück im „Herzen von Nordend“, wie es in der Chronik heißt, mit einer Fläche von 12.731 qm durch die Kirchengemeinde erworben, damals für 56.000 Mark. Schon 1910 konnte das Gemeindehaus mit Predigtsaal, unserem Jugendstil-Kirchsaal, eingeweiht werden. Die ursprüngliche Absicht, deshalb war das Grundstück auch so groß, auf der heutigen Kirchwiese eine richtig große Kirche zu bauen, blieb infolge des 1. Weltkriegs ein Luftschloss, worüber wir heutzutage nicht traurig sind.
1955 konnte dann der steinerne Glockenturm errichtet werden, der zu einem Wahrzeichen der Gemeinde Nordend geworden ist. Sonntags zu den Gottesdiensten werden immer noch die Glocken von Hand geläutet, eine Seltenheit in Berlin. Und immer wieder ist der Glockenturm ein beliebter Treffpunkt, sei es zum Sommerfest oder zum Adventsliedersingen, vom Posaunenchor begleitet. In der diesjährigen Adventszeit ist der Glockenturm nun mit seinem Adventskalender zu
einem echten Hingucker geworden, der Besucher aus nah und fern anzieht. Herzlich Willkommen bei uns in Nordend!

14. Dezember: Brokatengel mit Lichternapf

Wendt & Kühn KG Grünhainichen, ca. 1969, Privatbesitz

Mit diesem festlichen Engel aus dem Erzgebirge setzen wir unser Engelthema vom Tag 2 dieses Kalenders fort. Dieser „Brokatengel“ stammt aus der Volkskunst-Werkstatt Wendt & Kühn, sozusagen dem Mercedes unter den erzgebirgischen Volkskunstmanufakturen.
Bekannt ist Wendt & Kühn vor allem durch seine „Grünhainichener Engel“, von denen Grete Wendt im Jahr 1923 die ersten drei Musikanten entwarf. Ihr weltweit bekanntes Markenzeichen sind die grünen Flügel mit jeweils elf weißen Punkten. Inzwischen gibt es hier ein ganzes Orchester mit über 100 Engeln, alle mit dem typischen nackigen Po.
Solche kostbaren Engel wie der Brokatengel gehören in vielen Familien, vor allem wenn sie Bezug zu Sachsen und seinem Erzgebirge haben, zum traditionellen Familienbesitz. Dieser Engel wurde den jungen Brautleuten überreicht, seitdem gratuliert er alljährlich zu den Geburtstagen, letztens leuchtete er nun zur goldenen Hochzeit. Dass er dabei Patina und Wachsreste angesetzt hat macht ihn erst recht zu einem einzigartigen Familienstück.

13. Dezember: Keramikleuchter von Töpfermeister Christian Richter

ca. 1980 Privatbesitz

Heute am dritten Advent brennt nun auch die dritte Kerze, hier auf dem Adventsleuchter des Töpfermeisters Christian Richter.
Mit diesem Bild eröffnen wir eine Serie von Motiven, die eng mit dem Leben der Gemeinde Nordend, aber auch mit umliegenden Gemeinden in Pankow, verbunden sind. Sein Keramikleuchter soll uns Anlass für eine kleine Hommage an Christian Richter sein:
Der Töpfermeister Christian Richter (1935-2014) hat durch seine künstlerische Arbeit das Töpferhandwerk herausragend geprägt, aber er ist vor allem als Christ und Mensch eine ganz besondere Persönlichkei hier in Nordend und Niederschönhausen gewesen. Im Blick auf dieses
verdienstvolle und vielfarbige Leben hatte ihm Der Tagesspiegel 2014
einen ganzseitigen Nachruf gewidmet:

Hier einige Zitate aus dem Nachruf, mit Bezug auf sein Wirken in Niederschönhausen:
Das Haus von Christian Richter am Kurt-Fischer-Platz (heute: Pastor-Niemöller-
Platz), in dem er seine keramische Werkstatt eingerichtet hatte, war stets ein offenes
Haus. Seine Kinder und deren Freunde streiften durch den verwilderten Garten
(Heute steht dort der große Wohn und Geschäftskomplex mit Fahrradladen und
Blumengeschäft!). Zweimal im Monat wurde musiziert. Künstler und Bürgerrechtler
schauten vorbei. Er prägte in diesem Haus seine Schwerter-zu-Pflugscharen-
Plaketten…. Er erdachte und formte in seiner Werkstatt Taufleuchter, Taufbecken
und Tierplastiken. Eine 82 cm hohe Bodenvase, nicht aus einzelnen Teilen
zusammengesetzt, sondern aus einem einzigen Klumpen Ton gefertigt, war eine
technische Meisterleistung (Wir haben hier in Nordend 2 Stück davon!).

(aus: Der Tagesspiegel 20. Juni 2014)

12. Dezember: Die Verkündigung der Engel
an die Hirten

Altarbild aus dem spätgotischen Flügelaltar der Stadtpfarrkirche St. Marien in Bernau (um 1520)

Der um 1520 geschaffene Flügelaltar in der Marienkirche von Bernau hat mit Gesprenge eine Höhe von 8 Metern. Er ist ein typisches Beispiel der Spätgotik mit dem goldenen Hintergrund und den schwebenden Engeln.
Auf einer der 68 Bildtafeln mit Darstellungen aus dem Leben Christi, Mariens und des Heiligen Nikolaus sieht man die Verkündigung an die Hirten. Im Vordergrund lehnt ein kahlköpfiger Hirte an einem Baum und schaut mit Verwunderung in die Ferne. Der am Boden sitzende Begleiter mit vollem Haarschopf nimmt die rechte Hand vor die Augen und scheint geblendet.
Ist es wahr, was sie da hören und sehen? Nur der wachsame schwarze Hund schaut furchtlos zu den beiden Engeln. Auf ihrem Spruchband steht in Latein die Frohe Botschaft:

Ich verkündige euch große Freude!

Der Künstler hat die Hirten mit farbintensiven Gewändern versehen. Blickfang bleibt aber der goldene Hintergrund mit den geflügelten Engeln. Das Gold steht für das Göttliche. Der Maler ist unbekannt, seine Arbeit hat er allein zur Ehre Gottes angefertigt.

(in Anlehnung an einen Text aus „Sternstunden“ – Kulturgeschichte(n) zur Weihnachtszeit,
zusammengestellt von Sonja Lucas, Monumente Publikationen der Deutschen Stiftung
Denkmalschutz)

11. Dezember: Errettung Petri

Ulrich Baehr (* 1938), Öl auf Leinwand, 200 x 160 cm, 2005
In der Ausstellung “Das andere Altarbild” hing es vom 3. bis 8. Mai 2015 über dem Altar in der Kirche St. Matthäus (am Kulturforum)

Wir wagen es in unserem Adventskalender: Das Bild eines zeitgenössischen Malers hängt zwischen Altartafeln mittelalterlicher Meister! Und dann nicht einmal ein adventliches Motiv? Das Bild soll sich auf den oben darüber hängenden Bibelspruch über Angst und Bedrängnis (Tag 10) beziehen.

Die Erzählung von der Errettung Petri im Matthäusevangelium (Kap.14, 22-36) ist eine Geschichte über Beziehung und über Vertrauen. Petrus steigt voller Vertrauen aus dem Boot. Er geht, die Augen auf Jesus gerichtet, über das Wasser ihm entgegen. Im Moment seiner Angst versinkt er. Aber Jesus streckt ihm die Hand aus und rettet ihn. Diese Rettungsgeschichte setzt Ulrich Baehr ins Bild. Ein Schiff geht unter. Fragmentierte Trümmer und Körper lösen sich im Blau des Meeres auf. Allein auf einer Fläche, die wie eine Insel wirkt, geschieht Beziehung, geschieht etwas Warmes und scheint sich Leben zu erregen.
Erst in Beziehung scheint Rettung, scheinen Empathie und Mitgefühl möglich. Rettung geschieht. Vielleicht nicht sofort sichtbar. Kein Wunder. Aber eine menschenmögliche Geste, indem wir den Blick heben und neu vertrauen.

(Text der Predigt von Pfarrerin Beate Frankenberger vom 03.Mai 2015, gehalten in St. Matthäus, entnommen)
Unsere Empfehlung: Besuchen Sie auch die Kirche „St. Matthäus“ am Kulturforum mit ihren
Veranstaltungen!

https://www.stiftung-stmatthaeus.de/

10. Dezember:

Wir sind von allen Seiten bedrängt,
aber wir ängstigen uns nicht.
Uns ist bange, aber wir verzagen nicht.

2. Korinther, Kapitel 4, Vers 8

Der Apostel Paulus spricht sich in seinem 2. Brief an die Gemeinde in Korinth hier von Bedrängnis und von Bangesein, in der die Empfänger des Schreibens stecken. Aber er ist überzeugt, dass trotz des Einstürzens von schlimmen Ereignissen und Nachrichten von allen Seiten die Leser des Briefes sich nicht ängstigen und auch nicht verzagen.
Im vorhergehenden Vers spricht Paulus von der überschwänglichen Kraft, die von Gott ist und nicht von uns. Und dank dieser Kraft können die Christen in Korinth gewiss sein, dass sie ihre Notsituation überwinden.
Ein solcher Zuspruch tut auch uns hier in der heutigen Zeit gut. Wir erleben die Bedrängnis von allen Seiten und haben Angst. Aber wir sollen unser Leben nicht von Furcht und Sorge bestimmen lassen. Christen sollen und dürfen die Hoffnung und Zuversicht haben, dass da einer ist, der uns an die Hand nimmt und durch Not und Krankheit begleitet. Gerade in der Adventszeit, in der wir uns auf die Geburt Christi vorbereiten, möge uns diese Zusage Mut machen.
Dieser Bibeltext soll uns auf das Bild des morgigen Tages vorbereiten. das unter diesem Spruch hängt. Dort ist der zu sehen, der uns in der Not an die Hand nimmt.

9. Dezember: Transport der Weihnachtsbäume

Eine schwere Arbeit: „Baumschlepper“ im Einsatz

Rund 25 Millionen Tannenbäume werden in Deutschland alljährlich verkauft, d.h. eigentlich müsste es in jeder Familie einen Weihnachtsbaum geben.
In einer Reisechronik aus dem Jahr 1605 wird berichtet:

Auff Weihnachten richtet man Dannenbäum zu Straßburg auff. Darauf
hencket man roszen aus vielfarbigem papier geschnitten, Aepfel,
Oblaten, Zischgolt, Zucker etc.

Richtig Einzug in die deutschen Bürgerstuben fand der Weihnachtsbaum ab ca. 1860. Als Schmuck waren besonders die Rauschgoldengel aus Nürnberg, vergoldete Nüsse, Kugelschnüre und Lametta beliebt, aber auch die Lauschaer Christbaumkugeln aus Glas (seit ca. 1850) gehören
schon lange dazu.
So ist der Weihnachtsbaum seit nahezu 200 Jahren ein fester Bestandteil der Weihnachtsbräuche, der aber in den Familien erst ab Heiligabend zu sehen ist. In der Adventszeit wetteifern die Städte seit 1919 mit ihren supergroßen Weihnachtsbäumen auf den Marktplätzen um ihre Aufmerksamkeit. Der immer wieder im Blickpunkt stehende Weihnachtsbaum vor dem
Weißen Haus in Washington wird seit 1891 alljährlich aufgestellt!

Bildbetrachtung in Anlehnung an einen Text aus „Sternstunden“ – Kulturgeschichte(n) zur
Weihnachtszeit, zusammengestellt von Sonja Lucas, Monumente Publikationen der Deutschen
Stiftung Denkmalschutz)

8. Dezember: Gebäck in Advent

Geht es Ihnen auch so? Beim Anblick dieser leckeren Kekse läuft einem schon ein Pfützchen unter der Zunge zusammen und die Nase schnuppert den Duft aus dem Backofen. Das macht uns deutlich: Die Adventszeit ist – wie kaum eine andere Zeit im Jahreslauf – eine Zeit für alle Sinne.

Da werden wieder die guten alten Rezepte für all die zauberhaft duftenden Plätzchen wie Zimtsterne, Vanillekringel, Lebkuchen oder Spekulatius hervorgekramt. Und dann wird in der ganzen Familie gebacken: Mandeln geschnipst und gemahlen, Teig geknetet und ausgerollt, … Wer erinnert sich nicht an das zielsichere Ausstechen mit den Keksförmchen? Und schließlich das Verzieren mit Zuckerguss und Schokoperlen?

Und dann kommt das gegenseitige Verschenken des Selbstgebackenen und das Kosten der ins Haus geflatterten Kostproben.

Übrigens spielten die Gewürze schon immer eine große Rolle. Im Mittelalter waren exotische Gewürze eine besonders teure Kostbarkeit, die in den durch Seuchen geprägten Zeiten vor allem als Heilmittel dienten. Über reisende Mönche und Missionare kamen Zimt, Nelken, Kardamom und Pfeffer in die Klöster und gaben die Grundlage für die gesundheitlich sicheren Lebkuchen.

Also auch in den heutigen Zeiten gibt es gute Gründe, herzhaft in die Lebkuchen zu beißen!

7. Dezember: Dom zu Meißen: Tympanonrelief des Westportals (Ausschnitt)

um 1370 „Neuere“ Farbfassung von 1420, seitdem unverändert!
Zwei kleine Engel als Helfer am Wochenbett de Maria

Auch wenn im Weihnachtsevangelium nichts davon steht, dass Engel bei der Geburt im Stall zugegen waren, so ist diese Idee doch fest im Volksglauben verwurzelt. In vielen Krippendarstellungen des Mittelalters sind Engel sozusagen die himmlischen Geburtsbegleiter. Da musizieren sie im Stall oder schwenken kleine Weihrauchfässchen, tragen Wasser heran oder richten Maria das Kopfkissen.
Hier Im Bogenfeld des hochgotischen Westportals am Meißner Dom begleiten zwei Engel mit Spruchbändern die Geburt Christi. Ein Engel beugt sich, hinter dem Wochenbett stehend, zu Mutter und Kind vor, mit einem weißen Spruchband in der Hand. Der andere Engel kommt aus
dem Dachgiebel mit einem weiteren Spruchband hervor und schaut zu Josef herab, der diesen Himmelsboten mit erhobener Hand grüßt.
Während Ochs und Esel in ihrer tierisch stoischen Art weiter mampfen, bringen die Engel auf ihre Art Fröhlichkeit in den kargen Stall. Für die Gläubigen im Mittelalter war dies gewiss eine anrührende Szene. Dass dieses Steinrelief im Westportal mit seiner seit 1420 nicht mehr angefassten Farbgebung die Jahrhunderte so relativ gut überstanden hat, verdankt es dem Umstand, dass es bereits kurz nach seiner Errichtung durch die davor gesetzte Fürstenkapelle geschützt wurde.

6. Dezember: Der heilige Nikolaus mit den drei
Goldkugeln

Altarbild aus der Predella des spätgotischen Flügelaltars der Stadtpfarrkirche St. Marien in Bernau (um 1520)

Lesen Sie hier die Geschichte zum Bild:
Die Legende von Sankt Nikolaus und den drei Jungfrauen
Ein armer Mann konnte seine drei Töchter nicht verheiraten, da er hoch verschuldet war und ihm das Geld für die Aussteuer fehlte. In seiner Not sah er keinen anderen Ausweg, als die Mädchen als Sklavinnen zu verkaufen. Als Sankt Nikolaus von diesem Schicksal hörte, beschloss er, der Familie zu helfen. In drei aufeinander folgenden Nächten warf er heimlich drei Beutel mit Gold durch das Fenster ihres Hauses. Deshalb wird der heilige Nikolaus häufig mit drei goldenen Kugeln oder Äpfeln dargestellt.

Ein ganz aktueller Hinweis:
Der äußerst wertvolle spätgotische Flügelaltar wurde jetzt über ein Jahr lang mit einem enormen Aufwand restauriert und am 1. November 2020 wieder feierlich der Gemeinde präsentiert. Planen Sie unbedingt einen Besuch in St. Marien!
www.bernaustmarien.de

5. Dezember: Erzgebirgische Hängepyramide mit Freiberger Bergmannszug

Erzgebirgisches Kunsthandwerk, gedrechselt, Ca. 1970 Privatbesitz

Diese Hängepyramide ist ein handwerkliches Meisterstück. Schon in ihrer Größe mit 60 cm Höhe und 50 cm Durchmesser ist sie imponierend. Durch die oben über Kreuz gestellten beiden hölzernen Gelenke richtet sich die Spindel der Schwerkraft folgend stets senkrecht aus. Dadurch hat die unten in einer Glasschale aufsitzende Nadel keine seitliche Reibung und die fünf kleinen Kerzen schaffen es ohne Probleme, das Rotorblatt mit seinen 20 Flügelblättern in Bewegung zu setzen. Die an dünnen Ketten aufgehängten Kreisringe sind hier die Laufbahn für den traditionsreichen Freiberger Bergmannszug.
Übrigens ist das Erzgebirgische Kunsthandwerk ein prägnantes Beispiel für schwerwiegende wirtschaftliche Umwälzungen und ihre Folgen: Als im durch den Erzbergbau sehr reich gewordenen Erzgebirge im 19. Jahrhundert das Erz ausging, verarmte die Region und findige
Erzgebirgler sattelten auf die Herstellung der inzwischen berühmten erzgebirgischen Volkskunst um. Die kunstvolle rein handwerkliche Holzverarbeitung mit Drechseln und Schnitzen hat in ihren Motiven traditionell einen engen Bezug zum Bergbau: Bergmannsfiguren, Räuchermänner, „Bergmann und Engel“ oder hier der Freiberger Bergmannszug. Die Erzgebirgische Handwerkskunst schmückt seit Jahrzehnten die Advents- und Weihnachtsstuben.

4. Dezember: Marienaltar im Dom von Zwickau in Sachsen: Spätgotisches Gemälde der Geburt Christi

(Ausschnitt) Um 1475-79 Nürnberger Meister Michael Wolgemut (1434-1519)

Auf dem Hintergrund dieses Altarbildes von der Geburt Christi wird das lebhafte Treiben auf einem mittelalterlichen Marktplatz gezeigt.
Dieses Bild verdient aus mehreren Gründen unsere Aufmerksamkeit. Zum einen zeigt es exemplarisch, wie die Maler von Altarbildern im Mittelalter die Darstellung heiliger Szenen gewissermaßen als Türöffner nutzten, um auch einmal weltliche Motive wie Landschaften und Stadtansichten darzustellen.
Zum anderen bringen uns die Szenen auf dem Marktplatz nahe, wie es dort wohl im Mittelalter zugegangen sein mag. Das ist nicht nur für Historiker, sondern auch für uns interessant, denn wo sonst bekommt man Einblicke in das mittelalterliche Leben: Aus einem Brunnen pumpt eine Magd Wasser, ein Hund rennt ihr nach. Zwei Frauen mit Hauben wandeln auf den Platz. Ein Kunde plauscht vor dem aufgeklappten „Laden“ (daher kommt unser heutiges Wort für ein Geschäft). Die Frau mit einer Binde unter dem Kinn schaut auf den Mann mit den Krücken. Ein Mann in Amtsrobe liest einem jungen Stutzer ein Pergament vor. Hinten galoppiert ein Reiter auf das zweitürmige Stadttor zu. All dies kann man auf dem spätgotischen Gemälde entdecken, und beim näheren Betrachten finden Sie bestimmt noch mehr Szenen!
Beachten Sie auch die abwechslungsreiche Landschaft im Hintergrund!

(Bildbetrachtung in Anlehnung an einen Text aus „Sternstunden“ – Kulturgeschichte(n) zur Weihnachtszeit,
zusammengestellt von Sonja Lucas, Monumente Publikationen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz)

3. Dezember: Die Heiligen Drei Könige auf dem Weg nach Rostock

Dreikönigsaltar (Ausschnitt) um 1420/30
Ständige Sammlung des Kulturhistorischen Museums im Kloster zum Heiligen Kreuz in Rostock

Als einziger Evangelist berichtet Matthäus von den Männern, die als Magier – das bedeutete damals Sterndeuter – aus dem Osten kommen, um das Kind anzubeten. Doch beschreibt er die Weisen weder als Könige, noch berichtet er von drei Männern. Im Laufe der Jahrhunderte ist die Geschichte immer weiter ausgebaut worden: Die Weisen werden die drei Könige. Sie erhalten die Namen Caspar, Melchior und Balthasar.
In der mittelalterlichen Frömmigkeit erlangte die Geschichte von den Heiligen Drei Königen aus dem Morgenland einen Höhepunkt. Der 6. Januar wurde zum Dreikönigstag. Und in der blühenden Volksfrömmigkeit reisten die drei Könige nicht nur nach Bethlehem, zum Geburtsort Jesu, sondern – wie hier auf dem Altarbild zu sehen – auch in die Hansestadt Rostock. Mit geblähten Segeln steuert das Schiff auf den Hafen von Rostock zu. Die drei Könige schauen – von der weiten Reise
oder dem sichtbaren hohen Seegang (?) ermattet – auf die Tore von Rostock. Ein schönes Beispiel, wie eine heilige Geschichte in die örtliche Gegenwart verlegt wird!

(Bildbetrachtung in Anlehnung an einen Text aus „Sternstunden“ – Kulturgeschichte(n) zur
Weihnachtszeit, zusammengestellt von Sonja Lucas, Monumente Publikationen der Deutschen
Stiftung Denkmalschutz)

2. Dezember: Leuchterengel im erzgebirgischen Stil

Gedrechselt von einem Hobbydrechsler nach eigenem Entwurf 1990

Engel gehören seit eh und je in die Advents– und Weihnachtszeit.
Im Lukasevangelium wird berichtet, wie sie den Hirten auf dem Felde die Geburt des Heilands verkündigen, abschließend mit dem Zuspruch:

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden
bei den Menschen seines Wohlgefallens

In der Kunst des Mittelalters sind Engel in vielfältiger Weise dargestellt worden. Die Künstler mussten ihre Phantasie spielen lassen, denn keiner von ihnen hatte je einen Engel gesehen. So finden wir Engelsfiguren als Jünglinge mit und ohne Flügel, Kinderengel und niedliche Putten (Das sind die kleine Nackten mit Flügeln, die sich z. B. in dem berühmten Bild der Sixtinischen Madonna unten am Bildrand lümmeln.)
In der Erzgebirgischen Volkskunst gibt es auch die breite Variation vom stilvollen Engel bis hin zu den fast schon zu niedlichen Engelskapellen. Unser Engel hier könnte ein klassischer Verkündigungsengel sein, mit dem Adventslied auf den Lippen:

Vom Himmel hoch da komm ich her,
ich bring euch gute neue Mär;
der guten Mär bring ich so viel,
davon ich singen und sagen will.

1. Dezember: Thomaskirche Leipzig, Pauli-Altar

Schnitzrelief, Entstanden um 1500

Der heute in der Thomaskirche als Hauptaltar verwendete Pauli-Altar stammt aus der Leipziger Universitätskirche, die die DDR-Regierung 1968 sprengen ließ. Er ist eine Dauerleihgabe der Leipziger Universität (Bildrecht: © M.L.Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz)

Eigentlich ist in Adventskalendern das Bild mit der Heiligen Familie die passende Krönung zu Heiligabend, am 24. Dezember, dem Tag der Geburt Christi. Wenn wir hier heute schon mit einem Krippenbild beginnen, so möge das ein Paukenschlag sein, mit dem wir den kommenden Reigen eröffnen.
Das Jesuskind liegt weich gebettet auf dem herab wallenden Mantel von Maria. Die mädchenhafte Maria blickt bewundernd auf ihr Neugeborenes. Der schon etwas in die Jahre gekommene Joseph schaut etwas angespannter. Beide beten innig ihr Kind an. Zum mittelalterlichen Krippenbild gehören immer auch Ochs und Esel, die das Kind ebenfalls anbeten, man sieht es an den eingeknickten Vorderfüßen.
Und über den beiden Tieren stehen drei jubilierende Engel. Auch die Engel sind immer auf den Krippenbildern zu finden. Im Hintergrund steht ein Hirte bei seinen Schafen und sieht hinauf zu den (hier nicht sichtbaren) Engeln, die die Geburt des Heilands verkündigen. Der Stall ist eigentlich eine Ruine ohne Dach, aber der Künstler bringt mit den goldgefassten Gewändern und im Hintergrund mit dem kostbaren Brokatbehang einen himmlischen Glanz in das Bild.

(Bildbetrachtung in Anlehnung an einen Text aus „Sternstunden“ – Kulturgeschichte(n) zur
Weihnachtszeit, zusammengestellt von Sonja Lucas, Monumente Publikationen der Deutschen
Stiftung Denkmalschutz)

Vor der Planung bis zum endgültigen Aufbau…

waren viel Schritte notwendig. In der kleinen Fotodokumentation geben wir einen Überblick:

Der Entwurf:

Der Aufbau

Und der fertige Adventskalender